SHADES of GREY in Powermetal.de

SHADES of GREY in Powermetal.de

Rating: 8,0/10 ; Autor: Holger Andrae

SHADES OF GREY - Sounds Of War - 1988-1992

Eine weitere lohnenswerte Underground-Perle!

Erneut beschert uns das feine Label RagnaRök Records eine liebevoll aufgemachte Demo-Compilation einer einstmaligen Thrash-Underground-Perle. Die Rede ist diesmal von der Band SHADES OF GREY aus Chesterton im Staate Indiana. Auf "Sounds Of War 1988-1991" hören wir die vier Demos aus dem angegebenen Zeitraum und können uns am Spirit der damaligen Thrashbewegung erquicken.

Schon die ersten vier Songs des 91er Demos "Under The Skeptic's Eye" machen klar, welche Marschrichtung hier gelebt wird. Das Quintett serviert etwas verschachtelten Groove-Thrash, der mächtig nach vorne bollert. Dabei fällt besonders der Gesang von Jeff Dzikovsky positiv ins Ohr, denn sein aggressiver Sprechgesang klingt herrlich angepisst. So flattern die Wutklumpen authentisch aus den Boxen und versprühen das wohlige Gefühl, irgendwas zerstückeln zu wollen - etwas, das für mich bei vielen aktuellen Bands dieses Genres leider völlig verloren geht. Der rohe Klang dieses Demos, der sehr viel Augenmerk auf die Rhythmussektion legt und somit etwas dumpf klingt, unterstreicht diese Atmosphäre, sodass ich mich sehr gut unterhalten fühle und mir lediglich etwas mehr Gitarre wünsche. Vor allem das hektische 'So Who's Your God" vermag bis hierher als erster Ohrschmeichler herauszuragen. Die nächsten sieben Titel stammen vom zwei Jahre älteren Demo "House Of Fools" und zeigen SHADES OF GREY noch als Quartett, da Jeff bis zu diesem Zeitpunkt auch noch mit der rhythmischen Axt herumgefuchtelt hat. Interessanterweise knuspern hier die Klampfen saftiger, was der ganzen Chose etwas mehr Biss verleiht. Vor allem der vorgezogene Titelsong des späteren Demos 'Under The Skeptic's Eye' und das abschließende 'Sounds Of War' vermögen mich hier besonders zu begeistern.

In der chronologischen Erscheinungsweise noch ein Jahr weiter zurück begeben wir uns mit den nächsten vier Songs. Klangtechnisch hat man nun das Gefühl, live im Proberaum dabei zu sein, was Soundfetischisten sicherlich nicht begrüßen werden. Diese gehören aber ohnehin nicht zur potentiellen Käuferschicht, sodass ich der Band schon in diesem frühen Stadium eine Menge Potential attestieren kann. Gerade im Gitarrensegment fühle ich mich manchmal an selige HAVE-MERCY-Demos erinnert, wobei hier natürlich der Gesang weniger schrill ist. Leider gibt es mit 'The Fourth Reich' nur einen Song, der nicht auch auf den anderen Demos steht, aber so kann man wunderbar die Entwicklung der Nummern nachempfinden. Spannende Geschichte.

Abgeschlossen wird dieser Silberling von den drei Nummern des 88er Demos, welches mit 'Isolated' noch einen später nicht mehr verwendeten Song beinhaltet. Der Sound ist noch roher, was mich aber absolut nicht stört. Feine Sache, das!

Da auch dieser auf 500 Einheiten limitierte Rundling mit einem fetten Booklet ausgestattet ist, kann ich nur eine absolute Kaufempfehlung für alle Freunde dieser Stilistik aussprechen - mit fluffigen 12 Euronen ist man hier bestens versorgt.

Note:    8.00     Redakteur:     Holger Andrae

Orginal-Link zur Shades Of Grey-Rezension im Powermetal.de

Reviews "Sounds Of War"

  • SHADES of GREY in obliveon.de

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    SOUNDS OF WAR (74:00 min.)

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    SHADES OF GREY
    Sounds Of War (1988 - 1991)
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    SZ: 73:16/VÖ: bereits erschienen
    Stil: Thrash Metal
    Dem technisch anspruchsvolleren Thrash Metal hatten

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    Label: Ragnarök Records
    VÖ: 2019
    Art: Review

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